Aufbau einer Arche, unabhängig vom Nutzen, Erhaltung von Tierarten, die sonst dem Nützlichkeitsaspekt zum Opfer fallen, Raum geben für das einzelne Tier ohne zu fragen, was es kann, was es leistet, welche Qualitäten es hat.
Vielfalt unterstützen im Garten, d.h. friedliches Gedeihen von natürlichen Pflanzen und eigenem Anbau, der Wert liegt im Hegen und Pflegen, im Wachsen und Werden, nicht in der Ernte und im Verdrängen von Konkurrenten.
Sich selbst als Teil des Ganzen sehen und versuchen, so zu handeln, sich eingliedern, die Bedürfnisse zum Wohl des Ganzen herunterschrauben, achtsam sein, an die Folgen des eigenen konkreten Tuns denken, keine Sonderrolle beanspruchen, der Schöpfung dienen, in und mit ihr leben, statt einen Selbstbedienungsladen in ihr zu sehen und gegen sie zu leben.
Unabhängig von Geld und Einkommen durch einen geregelten Angestelltenjob sein, aber auch unabhängig vom Gewinnstreben eines selbständigen Unternehmers. Versuchen sich mit der Natur und seinem sozialen Umfeld so zu arrangieren, dass sich geben und nehmen in ideeller Hinsicht ausgleichen. Jeder trägt etwas zur Gemeinschaft bei und hat damit eine Lebensberechtigung.
Sich selbst eine Lebensregel geben und ähnlich wie im Kloster danach leben, unabhängig von äußeren Umständen oder gesellschaftlicher Akzeptanz. Dazugehören und einfach nur mitmachen was die anderen machen zählt nicht, sich bewußt für den eigenen individuellen Lebensweg entscheiden und ihn gehen.
Damit verbunden ist die vielleicht nötige Abgeschiedenheit, um zur Ruhe zu kommen und Stille zu erleben. In sich hineingehen als eine Herausforderung, da sie in unserer Zeit fast zwanghaft vermieden wird und im Alltag auch schon fast ausgestorben ist. Erhaltung eines Wertes, der oft nur noch in Reservaten wie Klöster, Wälder, Berge u.ä. zu finden ist, indem man ihn in sein persönliches Leben holt und lebt.
Die eigene Mitte als Kraftzentrum, wo meine Energien darauf warten, freigelassen und in aktives Tun umgesetzt zu werden. Sich bewußt machen, dass meine Besonderheit darin besteht, von allen anderen Menschen verschieden zu sein. Nicht die Gleichheit verbindet mich mit den anderen, meinen Mitgeschöpfen und der Erde, sondern meine totale Verschiedenheit. Nur indem ich meine eigene Mitte finde und aus ihr heraus lebe, kann ich meinen ganz eigenen Beitrag leisten.
Sensibilität als Grundvoraussetzung, um im Herzschlag der Welt zu leben, sich einfühlen in unsere Zeit und konkret vor Ort mit allen Sinnen erkennen. Nur so werde ich intuitiv wissen, was ich tun kann und was in dieser Situation jetzt und hier gerade nötig ist. Für das Außen offen sein, es erspüren, aber aus der eigenen Mitte heraus und ganz persönlich handeln, mit sich im Einklang als ersten Schritt zu mit sich und der Welt im Einklang.
Sich auf die Suche begeben auch wenn man vielleicht nicht so genau weiß wonach und wozu. Man kann kein neues Land entdecken, wenn man immer in Sichtweite des vertrauten Ufers bleibt. Die Gefahren und Unwägbarkeiten des offenen Ozeans dürfen uns nicht schrecken. Nur so, mit dieser Bereitschaft loszugehen, wird es möglich sein, eine Welt zu schaffen, die für alle tatsächlich lebens- und liebenswert ist, und uns (vielleicht) in der Geborgenheit des Großen Ganzen wiederzufinden.